Analytics

Unter dem Fachbegriff "Analytics" verstehen viele etwas anderes, hauptsächlich verbindet man damit Mathematik und statistische Auswertungen, ich verbinde damit eine juristisch stark strapazierte Materie bei der unterschiedlichste Interessen unter einen Hut gebracht werden.

Möglich wird eine statistische Auswertung erst, wenn man Daten aggregiert, welches man auch unter dem Begriff "Tracking" kennt. Viele nicht-Techniker sprechen hier von einem "Tracking-Pixel", was aber nur in den seltensten Fällen technisch auch so zutrifft, denn die wirklich interessanten Informationen werden durch Javascript ermittelt (also sozusagen ein Tracking-Skript), allerdings wird hier eine 1x1 transparente GIF-Grafik.

Doch wem nutzt das genau?

Angefangen hat es mit Log-File-Analysen, der Nachteil ist jedoch, dass ein Zugriffslog weniger präzise Informationen liefert, oder sogar ausgehebelt wird, z.B. durch Proxy-Server. Da Javascript im Browser ausgeführt wird, ... ok, bei NodeJS wird es auch auf dem Server ausgeführt ;) ... wird der Nachteil des Proxy-Servers umgangen, denn auch ein Besucher einer Seite, die im Proxy liegt, sendet eine Anfrage an den Tracking-Server.

Wieso führe ich, wenn doch so viele Bedenken vorliegen, dann Analytics als Portfolio-Element?
Das ist ganz einfach, denn man kann das Element des Trackings auch für positive Zwecke nutzen, jedoch indem man größt möglichste Transparenz nach außen trägt, wie man mit den Daten der Besucher umgeht. Zusätzlich sollte man nicht darauf vertrauen, dass die meist dafür eingesetzten Dritt-Anbieter sicher mit den Daten umgehen. Der Aspekt der Sicherheit muss hier streng begutachtet werden.

Durch meine bisherigen Tätigkeiten konnte ich eine Zertifizierung des Analytics-Anbieters Webtrekk erlangen, welche mich grundlegend in die Materie eingeführt hat.

Webtrekk zertifiziert

Nicht nur mit dem Tool Webtrekk habe ich seit dem Erfahrungen gesammelt, auch die großen Bekannten wie Google-Analytics oder das Datenschutz-freundlichere PIWIK, sogar WebTrends habe ich durch geschickte Integration in die Webseiten mit den entsprechenden Daten gefüttert.

Das Sammeln von Daten ansich bringt noch nicht viel, es ist entscheidend, was man aus diesen Daten macht und in welchen Zusammenhängen man diese stellt. Das sogenannte Reporting hilft hierbei um die Entscheidungen, für die ein Report gedacht ist, zu erleichtern oder zu beschleunigen.

Was machen viele Entscheider / Betreiber falsch?
Ich erlebe es immer wieder, wie das Tool Google-Analytics als besserer Besuchszahl-Zähler verwendet wird, ohne einen entsprechenden Mehrwert aus den gewonnenen Daten zu erhalten. Oftmals wird auch nicht darauf geachtet, dass das verwendete Mittel die entsprechenden Optionen für den Datenschutz aktiv hat.
Ein nicht geschulter Entwickler wird ein Tracking-Pixel ohne diese Option in die HTML-Templates integrieren, ohne zu prüfen, was es damit auf sich hat. Hier benötigt man das entsprechende Wissen um diesen Sachverhalt.

Die Lösung!
Schulung und Beratung! Nichts hilft so sehr gegen solche Missstände als entsprechende Teilnehmer in dem Bereich zu schulen und die Sensibilität der Thematik hervorzuheben. Das heißt manchmal auch, Konflikte einzugehen.

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